Produktions-/Lagerhallen und Werkstätten

Wirtschaftliche Situation und Entwicklung

Produktions- und Lagerhallen:

Nachfrage im Zeitverlauf

1999 Schwach -
2000/2001 langsame Verbesserung +
2002/2003 deutliche Abschwächung --
2004/2005 langsame Verbesserung +
2006/2007 deutliche Verbesserung ++
2008/1.Halbjahr sehr schwach --
2008/2.Halbjahr Stagnation 0
2009/1.Halbjahr Stagnation 0
2009/2.Halbjahr langsame Verbesserung +
2010/1.Halbjahr Stagnation 0
2010/2.Halbjahr deutliche Verbesserung ++
2011/1.Halbjahr Stagnation 0
2011/2.Halbjahr  Belebung  +
2012/1.Halbjahr  Stagnation  0
2012/2.Halbjahr  leichte Belebung +
2013/1.Halbjahr    
2013/2.Halbjahr    
2014/1.Halbjahr    
2014/2.Halbjahr    
2015/1.Halbjahr    

Die südlichen Stadtbezirke werden tendenziell bevorzugt, im Norden sind aber auch vermehrt Vermietungen, insbesondere im Bereich Holzhauser Str. erfolgt. Die östlichen Lagen und dort insbesondere die Lagen im östlichen Umland sind weniger gefragt.

Werkstätten

Bei Werkstattflächen zwischen 100 qm bis unter 500 qm gibt es wenig Angebot und insbesondere bei kleinen Flächen (unter 300 qm) eine gute Nachfrage. Eine Abschluß-bereitschaft bei den Mietern besteht i.d.R. auf einem Mietniveau von 5 €/qm, dafür gibt es mittlerweile kaum Angebot. Es gibt einen Verdrängungsprozeß aus der Innenstadt aufgrund der Wohnungsbautätigkeit.
Der Nachfragedruck nach diesen kleinen Flächen ist jedoch so groß, daß sich für kleine Flächen in verkehrsgünstigen Stadtlagen nachhaltig ca. 6 €/qm Kaltmiete (und im Einzelfall wahrscheinlich auch mehr) erreichen lassen - auch wenn 95 % der Nachfragenden solche Preise nicht akzeptieren.

Mietpreise im Umland

Tendenziell ist die Nachfrage im Berliner Umland wesentlich geringer als in Berlin. Die außerhalb Berlins erzielbaren Mieten sind schwerer abschätzbar, da uns nur wenige Abschlüsse bekannt sind. Als Anhaltswert kann man von den Preisforderungen in den Neubauten der Gewerbe-parks ausgehen. Verlangt werden dort Kaltmieten für Hallenflächen, die zwischen 4,00 € und 5,50 €/qm liegen. Der Vorteil für den Mieter liegt dort in einem angenehmen Umfeld und in der möglichst genau passend abgeteilten Mietfläche.
Bei Bestandsobjekten (auch Neubauten) sind teilweise deutliche Preiszugeständnisse notwendig!! Am östlichen Berliner Ring sind die Mietpreise geringer, dies gilt auch für Objekte außerhalb des Berliner Ringes. Ältere Objekte außerhalb des Berliner Ringes sind kaum vermietbar.

Mietpreise in Berlin

Die Nachfrage ist deutlich besser geworden. Gesucht werden allerdings eher kleinere und mittlere Flächen zwischen 500 qm bis ca. 4.000 qm in solider bis guter Bauqualität mit modernem Büro-/Sozialtrakt. Angeboten werden überwiegend ältere, schlecht nutzbare und meist sehr große Einheiten. Angebot und Nachfrage klaffen deutlich auseinander.

Dementsprechend schwanken die Mietpreise stark zwischen ca. 2,50 €/qm für ältere große Hallen und bis zu ca. 6 €/qm (und etwas darüber) für nach Mieteranforderung neu errichtete Hallen. Außerdem gibt es eine deutliche Nachfrage in allen zentraleren Stadtgebieten nach sehr einfachen, aber nutzbaren Hallen zwischen 500 qm bis ca. 2.000 qm auf dem Preisniveau um 2,50 €/qm (aber kaum Angebot).

Die Aussagen gelten für gewerbliche Nutzung (Produktion, Service oder Lager). Bei Nutzung durch Einzelhandel können diese Werte im Einzelfall (Lageabhängig von den erwarteten Umsätzen) sehr deutlich überschritten werden.

Hallen in Neubaustandard:  4,00 - 5,50 - (6,50) €/qm

Gut nutzbare Hallen: 3,50 - unter 4,50 €/qm (vereinzelt auch höher)

Einfache, aber gut nutzbare Hallen: 2,50 - 3,00 - (3,50) €/qm

Wirtschaftlicher Ausblick:

Die suchenden Kunden sind wählerisch und suchen aus dem breiten, eher veralteten Angebot nach möglichst optimale Flächen - insbesondere Objekte mit guter Verkehrsanbindung, gepflegter Bausubstanz und relativ viel Freiflächen. Außerdem wird grundsätzlich erwartet, dass zur Halle ein moderner Büro-/Sozialtrakt (Größenordnung i.d.R. zwischen 10 und 15 % der Hallenfläche) gehört. Die Bereitschaft zum Umbau oder zur Modernisierung vorhandener Flächen ist gering.
Die Vorstellungen über "gute Nutzbarkeit" klaffen zwischen Mieter und Vermieter oft weit auseinander und die Leerstandszeiten bis zur Wiedervermietung sind meist recht lang!